Allgemeine Geschäftsbedingungen.
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Eric Langner, Henriettenweg 5, 20259 Hamburg (nachfolgend „Auftragnehmer") und seinen Auftraggebern (nachfolgend „Auftraggeber") über Sprecher-, Voiceover-, Synchron- und Schauspielleistungen.
(2) Die Leistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sowie an juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend. Der Vertrag kommt durch ein Angebot des Auftragnehmers (per E-Mail) und die schriftliche oder elektronische Annahme durch den Auftraggeber (E-Mail genügt) zustande.
(2) Maßgeblich für den Vertragsinhalt sind das Angebot, das Briefing und diese AGB.
§ 3 Leistungsumfang
(1) Der Auftragnehmer erbringt die im Angebot beschriebene Sprecherleistung (Aufnahme nach Skript) in seinem eigenen Tonstudio in Hamburg. Auf Wunsch kann die Aufnahme per Source-Connect, Cleanfeed, ipDTL oder Zoom live begleitet werden.
(2) Geliefert wird sendefertig gemixtes Material in den Formaten WAV (24 Bit, 48 kHz) und/oder MP3 (320 kbps), sofern im Angebot nicht anders vereinbart.
(3) Der Auftragnehmer schuldet die fachgerechte Erbringung der Aufnahme. Eine bestimmte Wirkung beim Endkunden des Auftraggebers wird nicht geschuldet.
§ 4 Vergütung
(1) Die Vergütung richtet sich nach dem zwischen den Parteien individuell vereinbarten Angebot. Grundlage bildet in der Regel der jeweils aktuelle Tarif des Verbandes Deutscher Sprecher:innen (VDS) bzw. ein vergleichbarer Branchentarif.
(2) Sämtliche Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(3) Die Rechnungsstellung erfolgt nach Lieferung der vereinbarten Aufnahme. Bei Erstaufträgen oder größeren Produktionen kann der Auftragnehmer Vorkasse oder eine Anzahlung von bis zu 50 % verlangen.
§ 5 Nutzungsrechte
(1) Der Auftragnehmer räumt dem Auftraggeber an den Aufnahmen einfache, nicht ausschließliche Nutzungsrechte in dem im Angebot definierten Umfang ein. Maßgeblich sind insbesondere:
- Sendegebiet (z. B. DACH, EU, weltweit)
- Mediengattung (z. B. TV, Hörfunk, Online, Cinema, intern)
- Laufzeit (z. B. 12 Monate ab Erstausstrahlung)
(2) Eine Nutzung außerhalb des im Angebot vereinbarten Rahmens — insbesondere Verlängerung der Laufzeit, Ausweitung auf weitere Medien oder Gebiete — bedarf der vorherigen schriftlichen Vereinbarung und einer angemessenen Zusatzvergütung.
(3) Ein Buy-out (zeitlich, räumlich und medial unbeschränkte Rechteübertragung) wird nur gegen ausdrückliche schriftliche Vereinbarung und entsprechenden Aufpreis eingeräumt.
(4) Die Übertragung an Dritte (Sublizenzierung) ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Auftragnehmers zulässig.
§ 6 KI-Verbotsklausel
(1) Die vom Auftragnehmer erstellten Aufnahmen dürfen nicht verwendet werden für:
- das Training, das Fine-Tuning oder die Validierung von Künstlicher-Intelligenz-Modellen (Sprachmodelle, Voice-Cloning-Modelle, Text-to-Speech-Modelle);
- die synthetische Stimmgenerierung, das Voice-Cloning oder die Erzeugung neuer Audioinhalte mit der Stimme oder Stimmcharakteristik des Auftragnehmers;
- die Übergabe an Dritte zu einem der vorgenannten Zwecke, auch in abgeleiteter, transformierter oder bearbeiteter Form.
(2) Diese KI-Nutzungsbeschränkung ist Bestandteil der Lizenzeinräumung nach § 5. Bei Verstoß steht dem Auftragnehmer ein Anspruch auf sofortige Unterlassung sowie auf eine Vertragsstrafe in Höhe der dreifachen vereinbarten Vergütung — mindestens jedoch 5.000 € — pro Einzelverstoß zu. Weitergehende Schadenersatzansprüche bleiben unberührt.
§ 7 Lieferzeit und Korrekturen
(1) Standardlieferzeit ist 24–48 Stunden ab Briefing-Freigabe. Express-Lieferungen am selben Tag sind nach Absprache und gegen Aufpreis möglich.
(2) Im Auftrag enthalten sind bis zu zwei (2) Korrekturschleifen. Weitergehende Korrekturwünsche, die nicht auf Mängeln des Auftragnehmers beruhen, werden nach Aufwand zusätzlich abgerechnet.
(3) Der Auftragnehmer behält sich vor, Lieferzeiten in begründeten Ausnahmefällen (z. B. Krankheit, höhere Gewalt) anzupassen, wobei der Auftraggeber unverzüglich informiert wird.
§ 8 Zahlungsbedingungen
(1) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug fällig.
(2) Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) sowie eine Verzugspauschale gemäß § 288 Abs. 5 BGB zu erheben.
§ 9 Storno und Absage
(1) Stornierungen sind bis 24 Stunden vor dem vereinbarten Aufnahmetermin kostenfrei möglich.
(2) Bei späteren Stornierungen oder Nichterscheinen wird ein Stornoentgelt in Höhe von 50 % der vereinbarten Vergütung fällig.
(3) Bereits begonnene Arbeiten und nachgewiesene Drittkosten sind in jedem Fall zu vergüten.
§ 10 Gewährleistung und Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit unbeschränkt sowie nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten); die Haftung ist in diesen Fällen auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(2) Eine Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden oder entgangenen Gewinn ist — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen.
(3) Vorstehende Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
§ 11 Urheber- und Persönlichkeitsrechte
(1) Die Stimme, Stimmcharakteristik und sämtliche Aufnahmen bleiben urheber- und persönlichkeitsrechtlich Eigentum des Auftragnehmers. Eingeräumt werden nur die ausdrücklich vereinbarten Nutzungsrechte (§ 5).
(2) Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, Auszüge der Aufnahmen zu eigenen Referenz- und Demo-Zwecken zu nutzen, sofern hierdurch nicht berechtigte Geheimhaltungsinteressen des Auftraggebers verletzt werden.
§ 12 Datenschutz
Hinsichtlich der Verarbeitung personenbezogener Daten wird auf die Datenschutzerklärung verwiesen.
§ 13 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB und den auf ihrer Grundlage geschlossenen Verträgen ist Hamburg, soweit der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahekommt.
(4) Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Schriftformerfordernisses.
Stand: April 2026.